Droht Commerzbank-Aktionären ein Ende à la HypoRealEstate?
Dienstag, den 13. Dezember 2011Erneute staatliche Rettungseinsätze hat Commerzbank-Vorstand Blessing noch vor Kurzem kategorisch ausgeschlossen. Doch wie glaubwürdig ist sein Dementi? Bereits vor sechs Wochen war von einer drei Milliarden Euro großen Eigenkapitallücke die Rede. Laut jüngsten EU-Stresstests fehlen Deutschlands zweitgrößter Bank sogar fünf Milliarden Euro. Über den Kapitalmarkt dürften die notwendigen Mittel kaum zu beschaffen sein. Schon bei der Kapitalerhöhung im Sommer konnten junge Commerzbank-Aktien nur mit einem 45%-Abschlag abgesetzt werden und seitdem ist vielen Investoren der Appetit auf noch mehr Risiko sicherlich gründlich vergangen. Doch selbst mit einem erneutem 45%-Rabatt müsste die Commerzbank fast acht Milliarden neue Aktien emittieren. Mangels privater Interessenten bleiben als „letzte Investoren“ einzig die Steuerzahler bzw. ihre „Interessenvertretung“, die Bundesregierung übrig. Wie wird die Beteiligung dieses Mal aussehen? Wird sich die Regierung mit der hoch defizitären Commerzbank-Tochter Eurohypo abspeisen lassen? Oder bekommt die Commerzbank doch „Weihnachtsgeld“ vom Staat für neue Aktien? Hartgesottene Commerzbank-Aktionäre sollten sich für diesen Fall warm anziehen. Das Beispiel der HypoRealEstate hat gezeigt, dass zwar ein Bankhaus gerettet, die Aktionäre jedoch nur mit Minimalbeträgen abgefunden werden dürften. Übrigens notiert die Commerzbank-Aktie heute bereits unter dem HRE-Abfindungsbetrag!
Aktie klar im Abwärtstrend
Bereits im November 2010 bei 4,69 Euro generierte das von Daniel Haase und mir entwickelte Trendfolgesystem für Commerzbank-Aktien ein bis heute gültiges Verkaufssignal. Die Aktionäre der zweitgrößten Bank Deutschlands verloren seitdem brutale 74% (Kurs aktuell 1,20). Es gab ausreichend Gelegenheiten, sich von den Papieren zu trennen. In mehreren Anlegen-mit-System-Kolumnen, letztmalig am 10. November 2011(http://www.boerse.de/boersenexperten/Daniel-Haase/Commerzbank-Analyse-Droht-wegen-Italien-der-Ruin/6688963), haben wir unsere Leser explizit davor gewarnt, sich gegen den intakten Abwärtstrend zu stellen. Unser Rat war bares Geld wert: Allein seit der Kolumne vom 10. November (Kurs damals 1,51 Euro) verloren die Commerzbank-Anteile nochmals 21%. Im Chartbild sehen Sie: Die ATI-Trendfolge schützte potenzielle Commerzbank-Aktionäre gleich mehrfach vor katastrophalen Vermögensverlusten.
Kaufsignale in Emerging Markets
Wer im Finanzsektor nach Schnäppchen sucht, sollte sich besser in den strukturell gesunden Schwellenländern umschauen. Unser im Aktien-Trend-Investor angewandtes Trendfolgesystem generiert hier wieder zunehmend Kaufsignale. Eines der jüngsten Hausse-Signale betrifft zum Beispiel eine thailändische Bank. In deren Bilanz dürften keine nennenswerten Positionen riskanter europäischer Staatsanleihen lauern. Wir trauen dieser Finanzaktie einiges an Kurspotenzial zu. Dem 2009er-Kaufsignal folgte ein 22-monatiger Aufwärtstrend (+86%). Falls Sie sich für Bankaktien interessieren, haben wir acht erstklassige Emerging-Market-Banktitel in unserer insgesamt 100 Aktien umfassenden ATI-Watchlist. Wir laden Sie ein, den Aktien-Trend-Investor hier kostenlos unverbindlich zu testen.
Herzliche Grüße und folgen Sie dem Trend.
Gerd Ewert
